»Gibt es denn etwas Interessantes von ihrer Seite zu berichten?«
John Clay, Breakthrough.

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Es tut mir wirklich leid, dass ich euch im Moment nur mit Rezensionen dienen kann. Weitere Blogbeiträge sind in Arbeit, doch da ich momentan mit meinem Bookshelf (Seite auf diesem Blog hier, näheres dazu in einem separaten Post) beschäftigt bin, wird es noch etwas dauern, bis ich zur Planung anderer Dinge komme. Außerdem mag ich es, Rezensionen zu schreiben. 😀

Wie auch immer. Diesmal rezensiere ich das den Roman „Breakthrough“ von dem amerikanischen Autor Michael Grumley. Es handelt sich hierbei um einen Science-Thriller, der – wie ich finde – mehr Science als Thriller beinhaltet. Versteht mich nicht falsch, er ist trotzdem teils wirklich spannend, aber teils wirkt der wirklich ausführliche Science-Part wirklich ermattend und hemmt die Spannung dezent.

Aber genug erst einmal davon. Kommen wir einmal zum Inhalt. Wir haben insgesamt drei Handlungsstränge, die im Laufe des Romans zusammengeführt werden. Ich habe ihnen einmal Spitznamen gegeben, damit es übersichtlicher wird. Wir hätten da einmal die Navy, die ein ferngesteuertes U-Boot im Meer verloren hat und diesen unbedingt wieder haben will; wir haben die Meeresbiologen, die es geschafft haben, mithilfe einer ausgeklügelten Computertechnologie mit Delfinen zu kommunizieren; und wir haben die Arktis-Forscher, welche eine Abnahme des Gesamtwasserbestandes der Erde ermittelt und einen ziemlich großen Riss in der Arktis entdeckt haben, der wahrscheinlich eine Naturkatastrophe heraufbeschwören kann. Das sind erst einmal die drei Parteien. Nun kommt hier die Erklärung, in welcher Relation sie zu einander stehen:
Die Navy hat, wie gesagt, ihr teures U-Boot verloren und erfährt durch die Nachrichten von dem großen Durchbruch der Meeresbiologen. Sie setzen sich mit jenen in Verbindung, damit die Delfine das U-Boot bergen können. Dabei finden sie heraus, dass Aliens auf dem Meeresboden hausen, die den Verlust des Navy-U-Bootes zu verantworten haben. Diese Aliens sind bereits seit 60 Jahren dort unten und entwenden kontinuierlich Wasser aus den irdischen Ozeanen, da ihr eigenes Wasser knapp wird. Somit sank der Gesamtwassergehalt und die Gletscher (oder was auch immer) lagen nun teils frei, weshalb sie sich langsam lösten, rissen und abkalbten. Dadurch entstand der große Riss, der in einer Naturkatastrophe enden könnte. So kommen letzten Endes die Arktis-Forscher dazu. Wie es letzten Endes ausgeht, ob die Aliens endlich fortgehen und den Wasser-Klau einstellen oder die Erde wirklichen Schaden nimmt, erfahrt ihr im Roman „Breakthrough“ von Michael Grumley.

Am Anfang habe ich mich wirklich gefragt, wohin dieser Roman geht, den diese Richtung hätte ich nun wirklich nicht erwartet. Was ich aber wirklich ätzend fand, war das ganze fachsimpeln, dass eigentlich nur zwei Gründe haben konnte: 1. Der Autor wollte mit seinem Wissen angeben. 2) Der Autor wollte den Leser mit den vielen Daten und Fakten verwirren. Weshalb auch immer. Denn gute 60% des ganzen Fachsimpelns war überhaupt nicht notwendig und für die Storyline an sich total unnötig. Ehrlich gesagt, haben mich diese Stellen beim Lesen nur behindert, weswegen ich einige Seiten mehrmals hintereinander lesen musste, um seewirklich verstehen zu können. Deswegen habe ich auch so lange mit diesem Buch verbracht. Seit ihr also auf der Suche nach einer leichten Lektüre, dann ist dieser Roman definitiv nichts für euch. Hierfür braucht ihr Zeit und Ruhe um das Geschriebene auch wirklich verarbeiten und verstehen zu können.

Generell baut sich der Roman eher schleppend auf und fängt eigentlich erst ab Kapitel 6 wirklich richtig an, spannend zu werden und die eigentliche Haupthandlung zu verfolgen. Betrachtet Kapitel 1 bis 5 als eine Art verlängerten Prolog. Es folgen auch immer wieder Perioden, wo die Story an Spannung verliert, sie im nächsten Moment aber wieder aufbaut. Es kommt einer Achterbahnfahrt gleich, was mich – in Kombination mit den Teils wirklich sehr kurzen Kapiteln – wirklich zur Weißglut getrieben hat. Ich weiß bis jetzt immer noch nicht, ob es eine positive Weißglut war, oder eher nicht. Vielleicht auch irgendetwas dazwischen.

Was ich wirklich gut fand, war die fehlende Verbindung von Leser zu Protagonisten. Man befand sich mit ihnen nicht auf einer Wellenlänge, sondern verhielt sich als das, was man in Wirklichkeit auch war: Ein Beobachter. Das verlieh dem ganzen Roman eine Art Movie-Feeling und kommt Filmen wie 2020 oder The day after Tomorrow wirklich nahe, erreichte diese aber – wie bereits erwähnt – an Spannung nicht, aufgrund des ständigen Auf- und Abfalls.

Wirklich lobenswert waren die drei komplett verschiedenen Handlungsstränge, die sich letzten Endes wirklich gut ineinander gefügt haben, wovon man am Anfang wirklich nur dachte: „Wie will der Typ das am Ende regeln?!“. Aber er hat es geregelt und das wirklich gut und halbwegs plausibel (wenn man mal davon absieht, dass es sich hier um Science Fiction handelt und es hier selten ganz plausibel läuft).

Worüber ich wirklich schmunzeln musste, war die Bezeichnung des Delfin-Apparates: ISIS. Vor allem im Zusammenhang mit Amerikanern muss es doch zu leichten Verwechselungen führen. Vielleicht aber war die Namensgebung auch beabsichtigt. Natürlich bedeutet die Abkürzung etwas ganz anderes, als der reale Namensvetter.

Das Ende ist natürlich klassisch Science Fiction. Gut versucht alles, um das falsche Spiel der halluzinierenden, machtbesessenen Politikern zu vereiteln und helfen der „gegnerischen Partei“, die gar kein Gegner ist, sondern wirklicher Hilfe bedarf. Dieses Element war wirklich toll zu sehen und hat mir dann auch wieder gegen Ende hin den Spaß am Lesen dieses Romans zurückgebracht. Ich werde an dieser Stelle aber nicht verraten, ob die guten Absichten Früchte tragen, das müsst ihr schon selbst herausfinden, indem ihr den Roman lest. 😉

Ich gebe diesem Roman 4 von 5 Sternen. Ich habe ihn genossen, auch wenn es kleinere Differenzen zwischen und gab und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil! Bis dahin, versüße ich euch den Abend mit einer kleinen Weisheit aus „Breakthrough“ von dem Autor Michael Grumley, erschienen im Heyne Verlag.

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»Und was Ihre weiteren Fragen angeht«, entgegnete sie, »so müssen Ihre Leute die Antworten selbst finden. Es wäre unklug, wenn nicht gar töricht, einer Spezies Zugang zu hochentwickelter Technologie binnen zu kurzer Zeit zu ermöglichen. Vertrauen Sie mir.«

Laana, ‚Breakthrough‘

Den Roman habe ich übrigens auch auf GoodReads und LovelyBooks rezensiert. Ich würde mich freuen, wenn ihr einfach mal bei mir vorbeischauen und mir evtl. sogar folgen würdet. Ich folge natürlich auch zurück!

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»Breakthrough«
Michael Grumley

380 Seiten
Paperback (auch als eBook erhältlich)

Heyne Verlag
12,99€

Amazon | Thalia | Mayersche | Heyne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

*Hierbei handelt es sich um ein kostenloses Rezensionsexemplar, welches mir freundlicherweise vom Heyne Verlag zugesendet wurde. Noch einmal vielen Dank an dieser Stelle an die liebe Fr. Amann!

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