»Worte sind wie Rauch: Lässt man sie erst einmal hinaus, vermehren sie sich unkontrolliert.« | „Smoke“ by Dan Vyleta.

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Nachdem ich in den letzten beiden Posts eher in die Richtung „Vorstellungen“ und „News“ abgedriftet bin, gibt es heute einmal wieder eine kleine Rezension. An dieser Stelle bedanke ich mich ganz herzlich bei dem Verlag carl’s books für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Ich hantiere ja nicht gern mit Abschriften herum, aber diesmal fällt mir absolut nichts besseres ein, da ich die Handlung in dem Buch einfach so langweilig fand, dass es mir sogar so öde erscheint, sie hier in eigenen Worten wiederzugeben. Ich weiß, das klingt jetzt etwas hart, aber ich bin nicht die Person für sanfte Ausschmückungen. Bei mir gibt es nur den harten Stoff, kek.

England, Ende des 19. Jahrhunderts. Eine Welt, in der ein besonderes Phänomen um sich greift: Jede Bosheit, Unaufrichtigkeit oder Lüge manifestiert sich als Rauch, der unkontrolliert dem Körper entweicht. Nur Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, wagen es, die Gesetzte des Rauchs zu hinterfragen. Sie stoßen auf ein düsteres Komplott aus Willkür, Macht und Unterdrückung und müssen schon bald um ihr Leben fürchten… Kurz: Wir haben hier Charlie und Thomas, welche ein Elite-Internat besuchen, welches sie quasi lehrt, wie man so wenig „Rauch“ wie möglich (am besten gar nicht) dem Körper entwichen lässt, obwohl man bspw. lügt. Sie hinterfragen den Sinn dieser „Lehren“ und so kommt das ganze Ding eigentlich ins Rollen.

Wow. Jetzt habe ich es doch teilweise (und ziemlich kurz) mit eigenen Worten wiedergegeben. Oder mehr wiederholt. Je nachdem.

Als ich mir das Buch grob ansah und den Klappentext las, gefiel mir diese Idee von Rauch, der – wenn du lügst – aus deinen Ohren oder so kommt. Ich fand die Vorstellung eigentlich ganz witzig und die Thematik super spannend. Denn warum gibt es diese Schule, wo man lernt, mit dem Rauch umzugehen, obwohl dieser quasi das Gesetz bildet? Wieso will man das Gesetz umgehen? Das waren meine Hauptfragen zu diesem Buch. Aber es enttäuschte mich wirklich, wie sich diese Geschichte entwickelt hatte.

Um ehrlich zu sein, hat mich das Buch nicht gepackt. Der Schreibstil war einfach nicht meiner. Die Idee fand ich, wie bei „Der schwarze Thron“ wirklich gut, aber an der Umsetzung haperte es dann doch gewaltig. Es war so schrecklich öde… Ich weiß auch nicht. Ich habe mir irgendwie mehr erhofft.

Was mich ebenfalls – wohl eher: wieder einmal – aufregte, war diese Dreiecksbeziehung zwischen Charlie-Thomas-Livia. Das geht hier jetzt an alle Autoren: Okay, ihr liebt Dreiecksbeziehungen, das habe ich verstanden. Aber es wird langsam langweilig, denkt euch mal was besseres aus. Seit The Hunger Games gehen mir diese Triangles wirklich auf die Nerven. (Personal Opinion.) Was mich wirklich am meisten aufgeregt hat, war das Ende. Wirklich. Es hat mich mehr in Rage gebracht, als dieses dämliche Triangle. Weshalb? Deshalb.

»Livia kann uns nicht beide heiraten.« (Charlie)

(…)

»Warum nicht, Charlie Cooper?« (Livia)

Polyamorie? Really? Dafuq?

Versteht mich nicht falsch. Ich habe nichts gegen Polyamorie an sich oder Menschen, die Polyamorie ausleben, aber ich habe etwas dagegen wenn Polyamorie überhaupt nicht in diese gottverdammte Geschichte passt. Das hat mich wirklich hart an den Rand des Wahnsinns getrieben. Aber naja.

Das Buch erhält von mir jedenfalls 2 von 5 Sternen aufgrund der originellen Idee.

Nachdem ich das Buch gelesen hatte, habe ich mich dann mal bei GoodReads und LovelyBooks umgeschaut, was den andere Leser von dem Buch halten. Die Mehrheit sah es so wie ich, einige fanden es von Anfang bis Ende schlecht und andere wiederum haben es richtig gefeiert. Die Meinungen gehen auseinander, wie das nun einmal so ist.

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Zu guter letzt entschuldige ich mich für meine lange Inaktivität. Ich habe momentan sehr viel zu lesen, da eigener TBR-Pile und auch ARC’s, dazu kommt dann noch eine Hochzeit für die ich alles zusammen suchen muss, weil ich nicht wie der letzte Bauer da ankommen möchte und dann gibt es noch die Organisation meines Bücherregals. Ich bin da nun schon seit drei geschlagenen Wochen am werkeln, weil mir die Anordnung nicht so gefällt, wie sie sollte. Sei’s drum.

Zum Schluss möchte ich etwas in eigener Sache erwähnen. Ich nehme demnächst an der Leserunde von lucnavi teil, sobald meine Ausgabe von „Der schwarze Thron – Die Königin“ bei mir eintrifft. Nehmt doch auch teil, wenn ihr mögt!

Ebenso started am 6. Oktober 2017 eine Leseaktion zu dem Thriller „Memory Game“ von Felicia Yap auf Twitter. Der Austausch findet unter dem Hashtag #memorygamelesen statt. Wenn ihr mehr über das Buch erfahren wollt, wartet doch bis zu meinem neuen Post. Dort stelle ich euch die Book Releases von diesem Herbst vor, auf die ich mich schon total freue, bzw. gefreut habe!

Bis dahin: Eat, Read, Sleep & Repeat!

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