In den Titeln meiner Rezensionsposts versuche ich immer ein starkes Zitat zu setzen, dass das Buch quasi zusammenfasst. Während des Lesens suche ich auch immer aktiv danach und hätte bei „Scherben der Dunkelheit“ nicht geglaubt, dass es nur ein Wort werden würde.

Bevor ich mit der eigentlichen Rezension beginne, bedanke ich mich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich an Randomhouse und dem cbj Verlag für das kostenlos zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Ich habe mich wirklich einen Ast abgefreut, als ich eine Zusage erhielt! Vielen lieben Dank!

Kommen wir zu dem Buch zurück. Wer mir auf GoodReads oder LovelyBooks folgt, der hat sicherlich mitbekommen, wie sehr mir das Buch gefallen hat. (Ja, ich benutze diese Update-Funktion wirklich!) Ich habe wirklich mitgefiebert und ließ sogar im Hintergrund eine Playlist mit epischen Musikstückchen laufen, um das Erlebnis noch ein bisschen zu verstärken.

 

Jedenfalls haben wir in diesem Jugendbuch die 17-jährige Anouk als Protagonistin. Sie hat mit circa 11 Jahren ihren kleinen Bruder verloren, was für sie immer noch ein großes Trauma darstellt, weswegen sie sich zu einem sehr extrovertierten Menschen entwickelt hatte. Sie verbrachte einige Wochen bei ihrer Tante auf dem französischen Land und besuchte zusammen mit ihrer Cousine den sogenannten Dark Circus. Eine etwas andere Art von Zirkus indem es anscheinend tatsächliche Magie gab. Anouk war anfangs total begeistert, bis sie Bilder von Ben mit in die Interpretationen einfließen sah und bemerkte, dass der Zirkus ihr ihre Erinnerungen, ihre Farben stahl. Sie widersetzte sich dem faszinierenden Drang und löste sich auf diese Art und Weise von dem Zauber. Doch das sollte sie bitter bereuen, denn der Dark Circus ließ sich nicht gern seiner Opfer berauben. kurz darauf erhält sie eine Einladung von dem Zirkus zu einer Privatshow, damit die Akteure noch einmal die Chance bekamen, dass, was sie nicht hatten kriegen können, noch einmal von ihr einzufordern. Doch auch diesmal widersetzte sich Anouk dem Zauber und der Illusion. Doch diesmal konnte sie nicht auf eine versöhnliche Reaktion des Dark Circus‘ rechnen und wird schon mal von Masrador dem Clown gejagt, der sich als Kopf der Truppe entpuppt und mit dem überhaupt nicht zu spaßen war…

Mehr verrate ich euch nicht, weil eine komplette Inhaltsangabe wirklich das Fass zum Überlaufen bringen würde. Das Buch ist mit seinen 588 Seiten Text wirklich sehr umfassend für ein Jugendbuch und die Handlung teils sehr komplex für die Altersklasse. Damit man wirklich die volle Geschichte begreifen und erleben kann, muss man das Buch für sich selbst erfahren, denn es lässt sich einfach nicht in ein paar Sätze herunterbrennen.

Ich kann euch nur sagen, dass dieses Buch sein Geld absolut wert ist. Ich weiß nicht, welches Genius in Gesa Schwartz lebt, dass sie so etwas einzigartiges zaubern kann, aber ich liebe es. Selten hat mich ein Buch in der letzten Zeit so verzaubert wie das ihre.

Aber nicht nur das. Ich habe durch dieses Buch gelernt, wie mächtig Hoffnung sein kann. Viele Jugendbücher schreiben über Hoffnung, doch dieses hat mich gelehrt, was Hoffnung überhaupt bedeutet und wie mächtig sie sein kann. Es mag vielleicht nur ein simples Wort sein, aber dahinter steckt so viel mehr. Ihr werdet es verstehen, wenn ihr Amélie kennenlernt, das verspreche ich euch. Ja, Amélie wird euer Herz zerstören.

Was mir aber dazu auch noch gefallen hat, waren die starken Charaktere. Obwohl einige noch nicht einmal eine Seite Dialog hatten, waren sie doch immer präsent und auf eine sehr seltsame Art und weise realistisch und lebendig, wie ich es noch nie zuvor erlebt hatte. Ausnahmsweise habe ich einmal nichts auszusetzen. Mir ging kein Charakter auf die Nerven, es gab keine lächerliche Dreiecksbeziehung und vor allem waren sie alle so berührend in ihrer Existenz… sogar der Böse in der Geschichte: Masrador. Auch er wurde auf eine fast zärtliche Art und Weise wieder menschlich gemacht, obwohl er mittlerweile nur noch aus Schatten und Dunkelheit besteht. Masradors Werdegang empfand ich als genauso herzzerreißend wie jener von Severus Snape aus den Harry Potter – Büchern. Masrador hat sich vom Hasscharakter zu meiner Lieblingsfigur in diesem Buch entwickelt und ich hätte niemals geglaubt, dass es so weit kommt. Ich habe Mitleid mit ihm und kann ihn sogar verstehen. Sein Schmerz und seine Trauer wurden so… echt und wirklich rüber gebracht… Mein Leben war in diesen Sekunden einfach nicht mehr existent.

Neben Masrador fand ich Amélie ebenfalls bezaubernd. Ein toller Charakter der quasi die personifizierte Hoffnung ist. (Ich bin immer noch der Meinung, dass Amélie irgendeine Versinnbildlichung darstellt, nur weiß ich noch nicht welche.) Aber zu Amélies Charakter und auch zu dem von Masrador und all den anderen Artisten des Dark Circus gäbe es zu viel zu sagen, um das in einem einzigen Post abzudecken.

Ihr müsst dieses Buch lesen. Ich lege es jedem ans Herz, der Fantasy mit einem sehr starken dunklen Touch liebt. Vor allem jetzt im Oktober ist es einfach ein schönes und schauriges Buch, dass euch den Atem anhalten lässt. Dieses Buch erhält 5 von 5 Sternen von mir und ist definitiv, neben Ashes, mein Jahreshighlight. Ich wünsche mir so sehr, dass es in naher Zukunft einen zweiten Teil geben wird.

Gibt es noch jemanden, außer mir, der das Buch so genial fand? Oder konntet ihr es gar nicht ab? Schreibt es mir doch in die Kommentare!

Bis dahin: Eat, read, sleep and repeat, meine Freunde der Nacht!

 

 

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