Endlich gibt es wieder einen neuen Roman von Jodi Picoult! Die meisten werden sie durch „Beim Leben meiner Schwester“ kennengelernt haben (genauso wie ich) und nun hat sie, nach zahlreichen anderen Büchern, endlich wieder ein neues auf den Buchmarkt gebracht.

Und bevor ich anfange, über den Inhalt zu plaudern, muss erwähnt werden, dass dieser Roman hier ein wirklich zauberhaftes Cover hat! No irony! Aber es ist wirklich sehr… schwer, es ordentlich zu fotografieren. Dieser Rosa-Ton wirkt auf allen Bildern so schrecklich blass… #firstworldbookwormproblems

Wie dem auch sei. In der Geschichte haben wir die junge Ruth, welche aufgrund eines Ereignisses in ihrer Kindheit Säuglingsschwester geworden ist. Aufgrund ihrer dunkleren Hautfarbe, darf sich Ruth einem Neugeborenen auf ihrer Station nicht nähern, da die Eltern des Kindes es schlichtweg untersagt haben. Auf ihrer Schicht jedoch, erleidet das Kind einen Anfall und Ruth sieht sich gezwungen, dem Kind zu helfen, da ansonsten niemand anderes in der Nähe zu sein scheint. Hilft sie dem Kind nicht, stirbt es mit einer 100%igen Chance. Doch das Kind stirbt auch mit ihrer Hilfe und Ruth sieht sich in in einem spektakulären Verfahren wieder, dass sie wegen Mordes Anklagt.

Um ehrlich zu sein, bin ich etwas zwiegespalten, was das Buch anbelangt. Für mich hat dieses Buch drei Seiten. Einerseits fand ich die Geschichte und den picoult-typischen Schreibstil großartig, ebenso wie sie das Thema „Rassismus“ auf ihre eigene Art und Weise festhält, verständlich zu machen und zu erklären versucht. Auf der anderen Seite fand ich das Nachwort Picoult’s erschreckend, weil es mir eine andere Sichtweise auf den Roman ermöglichte. Sie beschrieb Dinge, die ich so niemals allein in dem Roman hätte ausmachen können, doch nun, wo sie es anspricht, wie ein neingrünes Warnzeichen aus den Lettern heraussticht. Die dritte Seite – und das ist wohl jene, mit der ich überhaupt nicht übereinstimme – ist jene, dass jeder Weiße privilegiert ist und ein Rassist. Ich könnte so viel zu der dritten Seite sagen, aber ich unterlasse das lieber. Das würde nur zu politischen, ethischen und gesellschaftlichen Diskussionen kommen und die möchte ich weitestgehend vermeiden.

Was ich wirklich erfrischend fand, ist, wie Jodi Picoult das Buch gegliedert hat, nämlich in den verschiedenen Stadien der Geburt bzw. Entbindung. Es ist ein interessanter Vergleich, den Picoult zwischen einer Geburt/Entbindung mit dem Verlauf der Geschichte bzw. des Prozesses zieht.

Bevor ich es vergesse: Das Zitat aus der Headline ist kein Teil der Geschichte per se. Es stammt von Martin Luther King Jr. und wird von Picoult in ihrem Nachwort erwähnt. Da es für mich aber das ganze Buch am besten zusammenfasst, ist es nun meine Headline.

Fazit ist, dass das Buch von mir 5 Sterne erhält – und die sind wirklich verdient.

 

 

*Kostenloses Rezensionsexemplar.

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