Menschen, die ein gutes Science Fiction oder eine gute Dystopie nicht mögen, sind mir von Grund auf suspekt. Ich rede jetzt nicht davon, dass sie das ein oder andere Buch nicht mögen, nein, sondern das Genre an sich. Andererseits: Menschen mögen dasselbe auch von mir behaupten, wenn es um Romantik- oder Erotikromane geht. Damit kann man mich nämlich jagen. So etwas kommt mir nicht unter die Nase.

Für mich zählen die kälteren Monate eigentlich zu den Science Fiction/Dystopie/Drama-Monaten, die ich natürlich auch richtig auskoste. Vier Bücher habe ich bereits diesen Monat gelesen, eines davon im Bereich Science Fiction und die restlichen aus dem Genre Drama. Und um Science Fiction soll es heute gehen.

Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut, dass mir der Heyne Verlag ein Rezensionsexemplar des Romans Die neunte Stadt (engl.: Ninth City Burning) zugesichert hatte. Leider habe ich etwas sehr lange für meine Rezension gebraucht und dafür muss ich mich entschuldigen. Im Oktober und November habe ich mich leider etwas verzettelt und verplant. Aber was soll’s? Man lernt ja bekanntlich aus seinen Fehlern. Jedenfalls hoffe ich das.

So, kommen wir aber nun zu der eigentlichen Rezension. Wie gesagt, handelt es sich bei Die neunte Stadt um einen klassischen Science Fiction Roman, welcher – oh, Wunder! – in der Zukunft spielt. Am Valentinstag wird die Erde von Aliens angegriffen und bald darauf ist alles größtenteils zerstört. Plötzlich gibt es nur noch neun richtige Städte und die Entscheidungsschlacht steht bevor. Es werden uns eine Hand voll Helden angeboten, die sowohl charaktertechnisch als auch gesellschaftlich mehr als verschieden sind und auf den Schultern das Wohl und Schicksal dieser Welt ruht.

Um ehrlich zu sein: Eigentlich verdient das Buch die vollen fünf Sterne. Aber – ja, jetzt das dicke Aber – : Mir war das alles zu technisch, was das Buch für mich persönlich sehr langweilig gemacht hat. Ich war wirklich froh, als ich diese gut 800 Seiten endlich hinter mir gebracht hatte.

Der Plot war wirklich gut gesettet, ebenso die Charaktere glaubhaft und ausgereift, aber der komplette Roman hat so viel aufgrund der fast schon übertriebenen Detailverliebtheit des Autors sehr gelitten.

Dennoch war es schön, einmal wieder einen Science Fiction Roman zu lesen, der vom Aufbau her an den guten alten Klassikern angelehnt ist. Der Schreibstil war angenehm flüssig, wenn auch ein bisschen – wie bereits erwähnt – von Details überzogen. Dennoch hat mir das Buch sehr gefallen. Aber mehr als drei Sterne ist leider von meiner Seite aus nicht drin. Aber da dieses Buch der Erstling von Black ist, habe ich die Hoffnung, dass es bei seinen nächsten Romanen besser wird.

Für Science Fiction-Fans eine herzliche Empfehlung, für alle anderen wäre dieser Roman wahrscheinlich ein Griff ins Klo.

Was würdet ihr tun, wenn Aliens plötzlich die Erde terrorisieren? Wäret ihr ein Kämpfer oder doch eher jemand, der sich verkriechen würde? Schreibt’s mir doch einfach in die Kommentare!

Und bis dahin: Eat, read, sleep & repeat!

Die neunte Stadt bei

Heyne | Amazon | Thalia | Mayersche | Goodreads | Lovelybooks

 

Hier findet ihr weitere Rezensionen zu Die neunte Stadt

Magical Books | Heart BooksReading Limitless | Rawrpunx | Cori’s Buchwelt

 

*Rezensionsexemplar.

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