Die vorletzte Rezension in diesem Jahr! Da ich noch eine weitere vor Mitternacht veröffentlichen möchte, halte ich die Einleitung kurz und beginne direkt mit dem Klappentext. Habt viel Spaß!

Tenley Roths Debütroman war ein Bestseller. Nun sitzt sie an ihrem zweiten Buch, der Abgabetermin droht und sie hat eine komplette Blockade. Und dann muss Tenley auch noch zu ihrer krebskranken Mutter nach Florida reisen. Dort findet sie aber die Geschichte, die ihr Herz gesucht hat.
Ein Jahrhundert früher sitzt eine junge Frau am selben Schreibtisch wie Tenley. Birdie ist die Tochter einer reichen Familie, High-Society-Magnaten im New-York des Gilded Age. Ihre Mutter hat klare Vorstellungen für Birdies Zukunft, doch diese hat andere Träume und muss sich entscheiden zwischen Unterwerfung oder einem komplett neuen Weg.

Das Buch war wirklich ein netter Zeitvertreib und ich danke dem Verlag noch einmal aufrichtig für das Leserundenexemplar, auch wenn der Anfang etwas holprig war. Kommen wir aber zur eigentlichen Sache zurück.

Wie gesagt, das Buch war ganz nett, leider aber nicht mehr. Wir haben hier zwei verschiedene Handlungsstränge, einmal den von Birdie und den von Tenley. So sympathisch ich die Erste fand, so gelangweilt war ich von der Zweiten. Ich weiß immer noch nicht warum mich Tenley von Anfang an nicht interessiert hat. Diesen Zustand hatte ich schon einmal („Zehn Wünsche bis zum Horizont“).

Birdie hingegen war wirklich wundervoll. Ich mochte den Charakter an sich, die „Zeit“ in der sie wandelte ebenso sehr ihre Handlung. Sie war der Grund, weshalb ich das Buch überhaupt zu Ende gelesen habe. Und ich würde nicht enttäuscht – ihr Ende war bittersüß, so wie es sein sollte.

Tenley hingegen war sehr unglaubwürdig und löchrig. Ihre Handlungen waren meist logisch aber doch sehr überzogen, wie ich es nur aus „Zehn Wünsche bis zum Horizont“ kenne, wo die Autorin mit ihrer Protagonistin genau das gleiche Dilemma angerichtet hatte.

Als ich auf die Leserunde aufmerksam wurde, wurde in der Beschreibung darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um christliche Lektüre handelt und somit auch christliche Werte ebenso wie Anschauungen vermittelte. Ich hatte mir diesbezüglich etwas anderes vorgestellt, wie bspw. dass Religion als Thema an sich in den Fokus gesetzt und philosophisch behandelt wird. Leider war das hier nicht der Fall, was zu einer sehr unglücklichen Darstellung von Ungläubigen und Gläubigen führte. Christliche Werte wurden hingegen sehr gut, verständlich und auch nachvollziehbar herübergebracht.

Mein Fazit ist jenes, dass das Buch mich nicht missioniert hat und es auch nicht die Absicht hat, dies zu tun. Ihr könnt das Buch also bedenkenlos lesen, ohne dass ihr von dem Glauben angefallen werdet wie von einem Zeugen, der eure Tür öffnet. *giggle* Denn diese Vorstellung haben die meisten, wenn ein Buch als „christlich“ betitelt wird. Ich gebe zu, dass es einige christliche Bücher gibt, die das Christentum an sich über alles heben, hier aber nicht der Fall. Hier wird die Religion und der Glaube als eine Art von Stütze dargestellt und auch beschrieben und behandelt.

Alles in allem vergebe ich 3 Sterne an den Roman. Rachel Haucks weitere Bücher landen auf jeden Fall auf meiner Wunschliste, denn wer weiß? Vielleicht ist die Autorin an sich ja wirklich toll, ich habe nur das falsche Buch zum Einstieg gelesen? Das werde ich 2018 gern herausfinden wollen. Vielleicht folgt sogar ein gesonderter Beitrag dazu, aber das steht noch in den Sternen.

Ich arbeite jedenfalls jetzt weiter an der zweiten Rezension für heute, die ihr in circa einer Stunde online sehen werdet. Solltet ihr da schon fest eingespannt in euren Silvesterfeiern sein, wünsche ich euch jetzt schon einmal einen guten Rutsch. Lasst die Korken ordentlich knallen!

Bis dahin: Eat, read, sleep & repeat!

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