So, da bin ich wieder und habe gleich eine neue Rezension in petto. Morgen kommt sogar noch eine! Ja, ich weiß. Großes Kino.

Diesmal habe ich „Endlich bin ich ich“ von Inken Ibsen im Köfferchen, welches ich in Zusammenhang einer Leserunde auf Lovelybooks lesen durfte. Danke noch einmal an die Autorin dafür! Ich habe mich wirklich sehr gefreut, als ich die Bestätigung der Teilnahme in meinem eMail-Postfach hatte.

Dann wollen wir uns doch gleich mal in die Rezension reinhängen!

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Der Roman an sich ließ sich wirklich sehr flüssig lesen und die fast poetische Ausdrucksweise ließ einem die Gänsehaut an manchen Stellen teilweise wirklich einfrieren. Melancholie mit einer Prise Schwermut – so würde ich den Roman beschreiben wollen. Der Selbstfindungsprozess, der hier vollzogen wird, ist eine wirkliche Inspiration.

Inken ist am Ende ihrer Kräfte und fühlt sich von den Menschen in ihrer Umgebung im Stich gelassen. Selbst ihr Lebensgefährte Lars und das ländlich gelegene Haus mit dem großen Garten können nicht davon ablenken, dass sie zutiefst unglücklich ist. Da führt sie ein Zufall und die vergessene Schulfreundin Simone nach Jütland an die dänische Nordsee, wo ihr neben dem rauen Meer insbesondere der alte Fischer Leif Mut macht, endlich sie selbst zu sein. 

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Likes

  • Der Schreibstil. | Wie bereits erwähnt, finde ich den Schreibstil von Ibsen wirklich gut. Er war zugleich schon ruhig, konnte aber in den richtigen Momenten schön aufbegehrend werden. Die fast schon poetische Ausdrucksweise hat wirklich viel zum Aufbau der tollen Atmosphäre beigetragen, zu der ich gleich auch noch ein paar Worte sagen werde.
  • Die Charaktere. | Die Charaktere waren hier wirklich schön greifbar und real. An einigen Stellen waren sie zu freundlich, teils zu verständnisvoll oder positiv, aber das ist jetzt auch nicht weltbewegend. Mir ist es beim Lesen tatsächlich ein, zwei Mal aufgefallen, aber es war jetzt nicht so schlimm wie in meinem All-Time-Dislike „Zehn Wünsche bis zum Horizont“ (Emma Heatherinton).
  • Die Story. | Die Story hatte eine wirklich tolle Entwicklung und war auch nicht langweilig. Es hat sich hier nichts gezogen und war auch verständlich. Plottwists haben die Sache an den richtigen Stellen noch einmal schön spannend gemacht.
  • Das Ende. | Das Ende war schön. Ich bin ja selten mit den Enden von Büchern zufrieden, aber das hier war wirklich toll, hat die Geschichte schön abgerundet und ließ sogar noch Spielraum für eine mögliche Fortsetzung.
  • Die Atmosphäre. | Die Atmosphäre hat mir sehr gefallen. Ich konnte mir das Meeresrauschen beim Lesen wirklich vorstellen und die Gefühle, die die geschriebenen Worte erweckten, waren wirklich toll. Melancholie, Schwermut, Selbstzweifel… All die negativen Dinge lassen sich hier finden. Im Laufe der Geschichte entwickeln sie sich aber zu etwas Tollem: Einem neuen Anfang.
  • Das Cover. | Das Cover ist aufgrund seiner Einfachheit ein guter Vermittler der Geschichte. Es passt toll. Der Sand, das Meer, der Schatten, die einfache Schrift… Die visuellen Faktoren unterstützen einfach gut die Narrative und die Atmosphäre des Buches.

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Dislikes

  • Überaus positiv. | Wie bereits erwähnt, fand ich das Buch an einigen Stellen zu positiv. Es war jetzt nicht besonders schlimm, aber es ist mir aufgefallen.

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„Endlich bin ich ich“ von Inken Ibsen ist eine tolle Lektüre und eignet sich am besten für lange Sommertage. Von mir erhält der Roman 4 von 5 Sternen. Von der Autorin lässt sich sicherlich auch in Zukunft Großes erwarten.

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Und jetzt etwas ganz Verrücktes…

Redet mit mir!

Hattet ihr schon mal einen Burn-Out?

So, ich empfehle mich dann mal in Richtung Schreibstube, da ich noch die Rezension zu Game of Hearts feddisch machen muss, damit ich auch direkt mit dem Roman „Die Vergessenen“ von Ellen Sandberg weitermachen kann. Ein äußerst spannendes Buch, welches mich zu einem noch interessanteren Beitrag inspiriert hat. Deswegen haltet im Februar die Augen und Ohren steif!

Bis dahin: Eat, read, sleep & repeat!

 

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