Lang, lang ist’s her. Aber da bin ich wieder. Natürlich wieder mit einer Rezension. Es dürfte sogar die Erste im ganzen Februar sein… Ja, das kommt hin. Momentan bin ich so mit anderen Dingen beschäftigt, dass der Blog und das Lesen leider stark zweitrangig geworden ist. Aber ich bleibe dran!

Heute habe ich wieder einen Kriegsroman für euch: „Die Vergessenen“ von Ellen Sandberg. Einer deutschen Autorin, yay! Dann wollen wir mal beginnen…

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Ehrlich gesagt,

es gab hier eher trockene Spannung.

Ein seltsamer Ausdruck, ich weiß, aber so ist es nun einmal. Das Buch ist spannend, keine Frage, aber an einigen Stellen ist es krampfhaft spannend. Szenen wurden teilweise der Spannung wegen so in die Länge gezogen, dass ich manchmal dachte, ich werde verrückt.

1944. Kathrin Mändler tritt eine Stelle als Krankenschwester an und meint, endlich ihren Platz im Leben gefunden zu haben. Als die junge Frau kurz darauf dem charismatischen Arzt Karl Landmann begegnet, fühlt sie sich unweigerlich zu ihm hingezogen. Zu spät merkt sie, dass Landmanns Arbeit das Leben vieler Menschen bedroht – auch ihr eigenes.

2013. In München lebt ein Mann für besondere Aufträge, Manolis Lefteris. Als er geheimnisvolle Akten aufspüren soll, die sich im Besitz einer alten Dame befinden, hält er das für reine Routine. Er ahnt nicht, dass er im Begriff ist, ein Verbrechen aufzudecken, das Generationen überdauert hat …

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Likes

  • Tolle Thematik, greift Tatsachen auf, die leicht in Vergessenheit geraten. Denn sein wir mal ehrlich: Die meisten Romane oder Artikel heutzutage beschäftigen sich nur mit dem Offensichtlichen: Dem Holocaust. Aber die Dinge wie Heilborne oder Euthanasie finden kaum eine Erwähnung und wenn dann nur im Klassenzimmer. Ich  kann mich noch an meine Unterrichtsstunde erinnern. Wie haben kaum zwei Stunden über das Thema gesprochen und auch keine Fotos oder Listen angesehen. Als es um den Holocaust ging, haben wir uns mehrere Wochen genommen, sind in die Synagoge gegangen, haben uns Fotos angesehen, uns mit Zeitzeugenberichten auseinander gesetzt etc. pp. Natürlich ist und bleibt der Völkermord an den Juden schrecklich, dennoch dürfen wir nicht die anderen Schrecken vergessen, die es gegeben hat.
  • Deckungsgleich mit Geschichte.
  • Spielt mit historischen Fakten und Fiktion.

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Dislikes

  • Trocken angegangen.
  • Spannung wird sehr platt erzeugt.

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Das Fazit ist, dass es sich hierbei um ein tolles Buch handelt, aber an einigen Stellen während des Lesens wirklich angeeckt hat. Die Geschichte an sich war sehr interessant und mal eine etwas andere Thematik als Judenverfolgung. Nicht das die Judenverfolgung nicht wichtig ist, sie ist aber ein sehr gebräuchliches Thema in der Literatur. Deswegen bildet „Die Vergessenen“ quasi eine ’nette‘ Abwechslung.

Der Roman erhält von mir 3 von 5 Sternen.

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Und jetzt etwas ganz Verrücktes…

Redet mit mir!

Findet ihr auch, dass die Euthanasie öfters in Literatur und Medien angesprochen werden sollte, oder sollte der allgemeine Fokus doch eher auf dem Holocaust liegen?

 

 

*Kostenloses Rezensionsexemplar.

 

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