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Jetzt mal Butter bei die Fische:

Es war ’ne dolle Geburt. Ich bin jetzt nicht gerade besonderes technik-affin wenn es um das Internet und Informatik im Allgemeinen geht. Als ich vor einigen Jahren aus Versehen das Internet Explorer Icon von meinem Desktop gelöscht hatte, habe ich wirklich gedacht, ich hätte das Internet für immer verloren. Und ja, ich habe vor einigen Jahren noch den guten alten Internet Explorer benutzt, bevor es dann weiter zu Mozilla Firefox, Google Chrome und letzten Endes dann zu Safari ging. Mit all seinen Ecken und Kanten mag ich Safari eigentlich ganz gern leiden. Apple im Allgemeinen ist nicht jedermanns Sache und man mag sich darüber streiten, ob die Marke überhaupt ihr Geld und die Anschaffung wert ist – ABER: Ich mag meinen alten Mac und will ihn nicht mehr hergeben. MacOS ist so viel entspannter als Windows – selbst nach einhundert Tortenstückchen könnte ich meine Begeisterung nicht in Worte fassen. Aber egal, ich schweife wieder ab.

So, die Vertiefung des Punktes „Anne ist zu doof für’s Internet“ hätten wir dann einmal abgeharkt, kommen wir also zum nächsten Punkt auf der Liste: Dem Umzug von WordPress.com auf WordPress.org. Während dieses Prozesses habe ich gelernt, dass man Google und YouTube nicht nur bei diversen Gesundheitsfragen meiden sollte (ich bin btw schon mindestens drei Mal elendig an super seltenen Krankheiten gestorben, die sonst nur Fische oder Algen befallen), sondern auch wenn es um Informatik geht. Jedenfalls hat mir kein wirkliches Video und kein wirklicher Blogpost bei der Frage geholfen, wie ich denn meinen Blog in die Tasche packe und von einer Wohnung in die andere ziehe. Nach langwierigen und wirklich verzweifelten Versuchen habe ich es dann doch irgendwie geschafft. Deswegen ein herzliches Hallo! in die Runde. Neues Theme, neues Logo, endlich eine „professionelle“ Domain ohne dieses ätzende WordPress-Anhängsel. Nun ja, aber alles hat nun einmal seinen Preis. Jener für diesen Blog-Umzug hier waren endlose Nerven, die nun tot in meinem hohlen Inneren herabhängen. Ja, ja, ich weiß: DAS ist der Quality Content für den ihr hier seid.

In diesem Posts versuche ich euch ganz easy peasy lemon squeezy zu erklären, wie, was wann und wo. Vielleicht nicht ganz genau in der Reihenfolge und mit den ganzen W’s, aber immerhin habt ihr danach eine kleine Richtlinie, an der ihr euch ein bisschen entlang schlängeln könnt. Ich hoffe, dieser Post kann auf irgendeine Art und Weise hilfreich sein – und wenn nicht: Habt ihr ehrlich useful content von mir erwartet?!

Erst einmal gilt zu klären, ob sich der ganze Rummel überhaupt für euch lohnt. Dabei gilt es eigentlich, sich folgende Fragen zu beantworten:

Wie lange blogge ich schon?

Macht mir die ganze Sache überhaupt wirklich Spaß?

Habe ich vor, das Ding durchzuziehen – auch über Jahre hinweg?

Ist es eher ein Hobby oder will ich es gern etwas professioneller machen?

Reicht der von WordPress.com gestellte Medienspeicher aus oder wird’s langsam knapp?

Finde ich die kostenlosen Themes von WordPress.com richtig gut oder will ich lieber ein eigenes oder gekauftes Theme verwenden?

Stören mich die eingeschränkten Widget-Funktionen oder sind die mir eigentlich relativ egal?

Habe ich überhaupt die Zeit und Muße mich mit dem Aufbau eines eigenen Blogs zu beschäftigen?

Und so weiter und so weiter. Natürlich kann man sich diesbezüglich eine Trilliarden Fragen stellen, aber wir beschränken uns erst einmal auf die oben genannten, die nur dazu da sind, um euch – wie immer – einen kleinen Denkanstoß zu geben. Achtung, Spoiler: Ich löse die ganze Geschichte jetzt auf. Also. Für wen eignet sich WordPress.org jetzt?!

WordPress.org ist für all jene geeignet, für die Bloggen mittlerweile etwas mehr ist, wie ein Hobby. Aufgrund von jahrelanger Bloggingaktivität oder reger Beteiligung wird der Medienspeicher immer knapper und ist kurz vor der Endzone. Die kostenlosen Themes sind zwar für den Anfang ganz nett, aber eben nichts Neues – man sticht mit seinem Layout einfach nicht aus der Masse heraus. Goodreads Lesechallenge? Lovelybooks Status-Widget? Das sind nur ein paar Beispiele für die Art von Widgets, die WordPress.com nicht unterstützt, die ihr aber gern haben wollen würdet. Oder habt ihr mittlerweile eine so solide Fan-Base aufgebaut, dass ihr nun meint dafür bereit zu sein, endlich Werbung auf eurem Blog zu schalten? Dann habt ihr sicherlich einen Blick auf die Tarife von WordPress.com geworfen und euer Auge begann seltsam zu zucken, als ihr die Preise gesehen habt.

Wenn euch diese Gedanken im Kopf herum schwirren, dann ist für euch der Umstieg auf jeden Fall sinnvoll!

 

Vorab sollten aber einige Dinge geklärt werden. 1) Auch wenn WordPress.org theoretisch kostenlos ist, ebenso wie sich die Website zu erstellen, braucht man dennoch eine Domain+Host und das kostet Geld. Vielleicht nicht so viel wie bei WordPress.com (ca. 48€ jährlich), aber dennoch müsst ihr in euer bis dato Hobby Geld investieren. Was ihr haben müsst, braucht und könnt, werde ich euch im Laufe des Tutorials erklären.

 

Schritt 1.

Domain

Bevor wir erst einmal ÜBERHAUPT an das Einrichten von WordPress DENKEN, müssen wir einen geeigneten Service im Internet finden, der uns das Teil hostet und mit einer Domain versieht. Idealerweise mit einer, die noch frei ist, denn häufig ist das ja nicht der Fall. Ich hatte Glück, da bisher noch niemand auf die schwachsinnige Idee gekommen ist, seinen Blog „The Book & the Owl“ zu nennen und mit Büchern, dummen Geschwätz und Kuchen voll zu kleistern.

Webhosting-Services gibt es mehr als genug da draußen und jeder muss für sich selbst bestimmen, welcher der richtige für einen ist. Während meiner Suche bin ich auf One.com* gestoßen. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass ich nicht von dem Anbieter gesponsert wurde*. Ich fand den Preis gut, die Aufmachung, alles wirkte seriös und natürlich die Leistungen gefielen mir. Ein kleiner Tipp: Wählt bei der Tarif-Auswahl nur Domain, denn den Rest könnt ihr euch schenken! Kommen wir nun zur Preisliste.

Das bezahle ich im ersten Jahr:

 

-23,88€ // Hosting einer einzelnen Domain (25GB)

+23,88€ // Gutgeschriebener Rabatt, weil One.com damit wirbt, dass das Hosting einer einzelnen Domain im ersten Jahr kostenlos ist.

-06,00€ // Domaingebühr für die ersten 12 Monate

+06,00€ // Gutgeschriebener Rabatt, weil One.com damit wirbt, dass die Domaingebühr für das erste Jahr entfällt.

-12,00€ // Bereitstellungsgebühr


-02,28€ // 19% MwSt.

 


-14,28€ // Endpreis inkl. MwSt.

 

Zum Vergleich: Bei WordPress bezahlt ihr für die gleiche Dauer 48€. Jetzt könnt ihr noch die 3,50€ hinzurechnen, die ihr für den Follower-Umzug braucht, dann liegt ihr etwa bei 17,78€. Immer noch weniger als die Hälfte, als wie bei WordPress.com. Toll, oder? Bestellen könnt ihr eure Domain mit folgenden Bezahlmöglichkeiten:

Ihr seht also, dass One.com auch hinsichtlich der Bezahlungsmethoden relativ flexibel ist. Sollte euch eure Domain nach kurzer Zeit nicht mehr gefallen oder einen Tippfehler o.Ä. beinhalten, bekommt ihr innerhalb von 15 Tagen risikofrei euer Geld zurück – jedenfalls wirbt der Anbieter damit. Ich kann dazu bis dato leider noch nichts sagen, da ich bisher wunschlos glücklich bin. Aber das mag ja bei dem ein oder anderen nicht so sein. Kommen wir zum nächsten Punkt.
*PS: One.com hat ein super Sharing-System. Wenn ihr euch über meinen Link anmeldet und für eine Domain entscheidet, dann bekommt ihr 8€ bei eurer Bestellung gutgeschrieben. Theoretisch dürftet ihr dann für euer erstes Jahr nur 6,28€ bezahlen. Ich bekomme für diese Empfehlung natürlich auch eine kleine Gutschrift. Ist also quasi ein Affiliate-Link bzw. etwas Vergleichbares. 😉 LINKhttp://one.me/deaadanp
Schritt 2.

WordPress einrichten

Nachdem ihr also euren Anbieter ausgewählt, bezahlt und eure Domain erhalten habt, kommt nun der eigentliche Punkt, weshalb wir alle hier sind: WordPress.org einrichten. Es klingt gruseliger, als es eigentlich ist. Gut, es ist gruselig, egal wie es ist oder aussehen mag. Vorallem, wenn man keine Ahnung von der Materie hat so wie moi. Aber mittlerweile habe ich mich auch darin gebessert und gebe mein wertvolles Wissen nun an euch bedürftige Kinder weiter. Hoffentlich erspart es euch einige qualvolle Stunden in eurem kümmerlichen Leben. Ich hab euch lieb.

Aber genug mit den Sentimentalitäten und lasst uns endlich weiter machen. Nachdem alles geklappt hat, dürftet ihr euch nun auf eurer Account-Startseite befinden. Die sieht in ungefähr so aus.

 

Ihr seht die drei annähernd quadratischen großen Tabs? Sehr gut. Klickt auf den dritten Tab. Genau, den mit dem fetten WordPress-Logo. Keine Sorge, nur zu. Dahinter erwartet euch nur DER WELTUNTERGANG! Ätsch, natürlich nicht. Hinter diesem Tab verbirgt sich die 1-click-Wordpress Installation. Wirklich sehr easy. So dürfte die Seite nun aussehen:
Ignoriert den Tab recht einfach, den braucht ihr nämlich überhaupt nicht. Richtet euren Blick einfach zum dritten Tab. Genau, der mittlere.
So sieht er aus. Klickt auf „Neue Installation“ und befolgt alle Schritte, die nun angezeigt werden. Die folgenden Dinge sind nun ziemlich einfach und eigentlich selbsterklärend, deswegen würde ich Punkt 2 an dieser Stelle auch abharken. Sollte zu diesem Schritt dennoch eine Frage aufkommen, stellt sie mir doch einfach in den Kommentaren. Ich versuche natürlich so schnell wie möglich zu reagieren.
Auf zu Schritt 3!
Schritt 3.

Content-Transfer

 

So, ihr habt jetzt eure Domain und auch WordPress.org eingerichtet… was nun? Jetzt kümmern wir uns um euren Content. Mit Content meine ich eure Beiträge, Bilder, Kategorien und was sonst noch so anfällt. Dafür besucht ihr einfach das Dashboard eures WordPress.com-Blogs, klickt auf der linken Seite auf den Tab „Einstellungen“, anschließend scrollt ihr ganz nach untern und klickt unter dem Unterpunkt „Website-Werkzeuge“ den Punkt „Daten exportieren“ an.

 

 

Anschließend lädt Worpress.com entweder automatisch eine xml-Datei herunter oder ihr bekommt einen Download-Link via eMail zugeschickt. Wenn ihr die xml-Datei auf eurer Festplatte habt, wechselt ihr nun zum WordPress.org Dashboard. Hier klickt ihr wieder auf Werkzeuge > Daten importieren > WordPress. Je nachdem, was unter WordPress bei euch blau hinterlegt ist, müsst ihr nun darauf klicken. Wahrscheinlich ist es installieren > aktivieren > Importer ausführen. Nun folgt ihr einfach den Anweisungen des Importers, ladet die xml-Datei hoch und dann sollte es einige Minuten dauern, bis WordPress die Daten erfolgreich übertragen hat.

 

 

Nun habt ihr eure Seiten und Beiträge auf eurem neu-alten Blog. War doch gar nicht so schlimm oder? Jetzt kommen wir zu einem weiteren wichtigen Punkt: Der Follower-Transfer.

WICHTIG: Bei dem Transfer wird nicht euer Blog-Layout mitgenommen, sondern nur eure Daten. Das Layout, Theme, etc. müsst ihr manuell im Customizer von WordPress.org anpassen. Hier habt ihr allerdings auch die Möglichkeit, ein eigenes Theme hochzuladen, was .com bisher nur mit dem Business-Tarif unterstützt hätte. Bei .org ist es allerdings vollkommen kostenfrei.

 

 

Schritt 4.

Follower-Transfer

 

Es ist nur natürlich, dass wir die Community, die wir uns über die Jahre aufgebaut haben, auch behalten wollen. Dafür bietet Jetpack eine ganz gute Lösung, die aber leider nicht ganz kostenlos ist. Natürlich sind 3,50€ nicht die Welt und eigentlich ganz erschwinglich. Trotzdem ist es Geld, dass wieder auf unsere Expanses-List kommt. Wie dem auch sei: Let’s go straight to the point.

Was wir jetzt brauchen, ist das sogenannte Subscriber Migration Tool, welches von Jetpack (also WordPress) betrieben wird. Jetpack sollte allen WordPress-Usern egal welcher Seite vertraut sein. Auf .com wird bspw. die Statistik von Jetpack bereitgestellt und auf .org ist es nicht viel anders.

Zuerst müsst ihr auf eurem WordPress.org-Blog das Plugin Jetpack installieren. Nun müsst ihr nur noch euren WordPress.com-Blog mit Jetpack verbinden, was Jetpack eigentlich mit euch zusammen machen sollte. Wir ihr nun das Subscriber Migration Tool benutzt, erklärt euch dieser hilfreiche Beitrag von Jetpack selbst, wo die Schritte wirklich sehr gut erklärt werden. Und nun?

 

 

Und nun sind wir fertig! Euer Blog dürfte nun inhaltlich wie auch follower-technisch komplett und über der neuen Domain verfügbar sein.

Habt ihr sonst noch Wünsche?

Die Kategorie „Blogging“ wird es ab sofort fest auf meinem Blog geben. Dort werde ich die Dinge erklären, mit denen ich zu Anfang wirklich Schwierigkeiten hatte, um sie euch in diesem Punkt zu ersparen. Wollt ihr weitere Beiträge in Richtung Tipps & Tricks WordPress? Oder lieber allgemeinere Themen wie Branding, Management oder ähnliches? Schreibt mir eure Vorschläge einfach in die Kommentare!

Wo hosted ihr euren Blog?

Es gibt ja unzählige Anbieter. Von Blogger über WordPress.com bis hin zu Strato und WordPress.org. Wo seid ihr vertreten?

 

Ich hoffe, euch hat dieser kleine Blogging-Exkurs gefallen. Wir sehen uns am Dienstag in alter Frische wieder, diesmal mit einer Rezension zu einem wirklich außergewöhnlichen Buch. Bleibt also gespannt. 😉

Bis dahin: Eat, read, sleep & repeat.

 

 

 

 

 

*Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links.

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2 thoughts on “BLOG UMZUG LEICHT GEMACHT: Von WP.com zu WP.org | Book Blogging

  1. Huhu Annemarie,

    ich musste echt herzhaft lachen über deinen Bericht…jetzt. Denn ich habe den Umzug auch hinter mir und bin fast verzweifelt daran. Im Nachhinein dachte ich mir auch, sooo schwer war das ja nicht, nur könnte ich meine Follower nicht mitnehmen, das hat absolut nicht funktioniert. Also beginne ich damit eben neu.
    Noch richte ich einige Beiträge, daran hatte ich auch nicht gedacht, dass meine ganzen Links ja nicht mehr passen wie auf der Reziseite und so 🙈🤷‍♀️
    aber das wird schon 😂

    Liebe Grüße, Kerstin

    1. Guten Abend, Kerstin!

      Ja, genau so war es bei mir auch! Als ich mich dazu entschlossen hatte, war ich genauso begeistert von der Thematik wie damals als Kindergartenkind von der Grundschule. Als ich mich dann aber wirklich damit beschäftigt habe… Kinners, das war mehr als ein Kaiserschnitt! Ich glaube, ich habe mehr als 6 Mal (?) neu anfangen müssen, weil irgendetwas nicht gepasst hat oder einfach nur falsch war. So ein Frustrationsfest hatte ich wirklich noch nie. Als ich die ganze Sache dann mit One gemacht habe, hätte ich mich selbst am liebsten ertränken können. Aber nun gut.
      Jetzt ist es endlich fertig und ich kann die ganze Sache abhaken. Mittlerweile sind Dinge wie SEO, Plugins, etc. viel interessanter geworden (und auch wesentlich einfacher!).
      Ich freue mich, dass auch du den Umzug gewagt hast! Und du gibst mir gerade zu denken, dass meine Links jetzt alle auch nicht mehr funktionieren dürften… Verdammt. Da muss ich mich wohl gleich noch einmal dransetzen. Wäre auch zu schön gewesen, wenn ich mit der ganzen Sache schon fertig wäre…
      Aber ich rede wieder zu viel und wünsche dir daher zum Abschluss noch einen schönen Abend und eine noch schönere Woche!
      Bis denne!

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