Ui, seit meinem letzten Beitrag ist so viel Zeit vergangen! Ich weiß, ich wollte eigentlich regelmäßig schreiben und diese ganzen Posts schedulen, aber irgendwie hat mein Real Life dann doch irgendwann die Oberhand genommen und gesagt: Nope, erst einmal nicht. Gut, damit müssen wir uns alle abfinden.

Was ich wirklich toll finde, ist, dass es seit meinem letzten Besuch auf diesem Blog so viele Menschen mehr geworden sind. Danke für’s Folgen, ihr habt mich echt zum Quietschen gebracht! Ein wirklich tolles „Willkommen zurück!“-Geschenk.

Wie auch immer.

Heute will ich mich mit dem „Buch“ Jeder Tag ein Neuanfang beschäftigen, dass Jana Walter vor einiger Zeit beim Bastei Lübbe Verlag herausgebracht hat. Ich bin eine der glücklichen Bloggerinnen, die ein kostenloses Rezensionsexemplar erhalten durften und habe mich seit dem Erscheinen des „Buches“ auch fleißig durchgearbeitet.

„Buch“ steht deshalb in Anführungsstrichen, weil das Ding per se kein solches ist. Es ist mehr eine Art Journal, eine Mitmachgeschichte für jeden der darauf Bock hat. Jana teilt mit uns Geschichten aus ihrem Leben, echte und unverfälschte Geschichten, die keinen Instagram-Filter brauchen, um ans Herz zu gehen.

Dieses Tagebuch hat mir am Anfang wirklich gar nicht gefallen. Einfach, weil ich die Sprache so schrecklich fand. Die Adressaten dieses Buches sind definitiv Teenager und junge Erwachsene. Ich wusste nicht, ob ich mit meinen 21 Jahren noch zur Zielgruppe gehörte oder ganz knapp daran vorbeigeschrappt bin, denn Jana spricht mit ihren Lesern wie mit Kindern, denen man alles behutsam und überaus positiv beibringen muss. Das hat mich wirklich mega gestört. Ich weiß nicht, wie es jüngere Menschen sehen mögen, vielleicht ist es ja genau der sprachliche Ansatz, den sie suchen oder wollen. Das kann ich leider nicht sagen. Mich hat das Tagebuch leider in der Form gar nicht angesprochen.

Wenn ich mich auch nicht mit der Sprache wirklich anfreunden konnte, so konnte ich es doch mit dem Inhalt. Mir gefielen die Geschichten in Kombination mit den Aufgaben, die dann auch zum sachlichen Kontext gepasst haben. Janas Geschichten gingen mir wirklich ans Herz, auch wenn ich mich teilweise nicht damit identifizieren konnte. Das liegt aber wahrscheinlich daran, dass ich bereits „schwierigere“ Leben gesehen und erlebt habe und das von Jana quasi ein wirklich gutes ist, wo ich mir dann gedacht habe, dass das alles doch wirklich lau ist. Aber bekanntlich macht sich ja der Mensch die Probleme und nicht die soziale Situation, auch wenn letzteres die Richtung der Probleme angibt. Wie auch immer.

Was ich auch wirklich gemocht habe, sind die Watercolour-Illustrationen. In Verbindung mit der tollen Kalligraphie war das Buch visuell einfach nur ein Hingucker. Ein großes Lob an die Grafik der Bastei Lübbe AG!

Um den Inhalt zum Schluss auf den Buchtitel zurückzuführen, muss ich leider sagen, dass sich der Titel leider nicht für mich erfüllt hat. Aber ich glaube, dass er es auch mehr für Jana selbst tut. Es ist ja auch mehr eine kleine Autobiographie ihrerseits.

4 von 5 Sternen. Danke Jana!

 

 

 

*Kostenloses  Rezensionsexemplar.

 

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