12

Heute habe ich etwas ganz besonderes für euch. Wer mir quasi seit der „Stunde 0“ folgt, weiß, wie sehr ich auf Erzählungen stehe, die etwas mit Zombies, Apokalypsen oder der Kirche zu tun hat. Insbesondere die Ashes-Tetralogie von Ilsa J. Bick hat es mir angetan.

Deshalb war ich wirklich positiv überrascht, als mich eines Tages Marcus Wächtler persönlich angeschrieben und mir von seinem neusten Buchprojekt erzählt hatte. Der Autor von Die Enden der alten Welt und Herzen hopsen nicht hat sich nun an ganz neues Terrain herangewagt: Die Apokalypse. Diesmal mit einem biblischen Ansatz und in Anlehnung an die Offenbarung des Johannes (letztes „Kapitel“ in der Bibel).

Ich habe mich wirklich enorm gefreut, als er mir anbot, mir ein Rezensionsexemplar zu schicken. Deshalb noch einmal vorweg: Alles hier ist meine persönliche Meinung, Fehler können gut und gerne unterlaufen, wird aber unwahrscheinlich sein, da der Autor diese Rezension korrekturgelesen hat. Das Rezensionsexemplar wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt.

Umso mehr aber freue ich mich, euch an dieser Stelle mitteilen zu können: Ihr könnt auch ein Exemplar gewinnen! Was ihr dafür tun müsst, erfahrt ihr ganz zum Schluss, denn erst einmal wollt ihr ja sicher wissen, ob es das Buch wirklich wert ist, von euch gelesen zu werden. Im Anschluss hören wir Marcus Wächtler selbst über sein neustes (und vielleicht sogar zukünftigen Werke) sprechen. Na, dann legen wir mal los!

Der Einstieg ins Buch gestaltete sich etwas schwierig.

Das komplette „erste Kapitel“ mit dem Titel Jetzt hat sich für mich unglaublich gezogen, einfach weil nichts anderes passiert ist, außer dass der Protagonist mit Angst unterm Bett lag und im Kopf Möglichkeiten durchging, die er tun könnte, aber nicht tut. Es war wirklich anstrengend.

Was auch wirklich… komisch (?) zu lesen war, waren die Kapitel, die im Grunde genommen keine waren.

Es ist schwierig, genau das zu beschreiben. Tatsächlich hatten wir diese Art von Problem schon einmal, nämlich bei Blut & Stein, dem ersten Teil der Kopfgeldjäger-Reihe von Marlen May. Wir haben hier explizit keine Kapitel, sondern… ja… quasi Abschnitte, die mit Jetzt, Früher, Der Tag Zuvor oder gar nicht betitelt sind. Das hat bei mir während des Lesens diese Art von Orientierungslosigkeit hervorgerufen, die ich persönlich nicht mag. Jedoch kann ich an dieser Stelle noch nicht sagen, ob es wirkliche Absicht des Autors war, diese Art von Unsicherheit durch dieses ominöse Betiteln der Abschnitte hervorzurufen oder banaler Zufall. Seid gewiss, dass diese Frage definitiv in dem Interview vorkommt.

So… Das waren die negativen Aspekte, kommen wir nun zu den neutralen.

Hier habe ich lediglich einen einzigen Punkt. Die Geschichte als solche beginnt während des Ausbruchs. Wir als Leser erleben diesen also mit. Quasi die Stunde Null. Hierbei allerdings war und ist mir nicht ganz klar, ob es sich bei dem Roman nun um ein Stand-Alone oder den Auftakt einer Reihe handelt. Es würde als Stand-Alone funktionieren, aber auch als Auftakt. Das hat mich verwirrt.

Wenn wir uns alle einmal an Die Enden der alten Welt zurückerinnern, handelte es sich bei diesem Roman bereits um den Auftakt einer Reihe. Ob er mit 777 eine weitere beginnt? Eine weitere Frage, die definitiv im Interview vorkommt.

Wir sind endlich bei den positiven Aspekten angelangt!

Wenn man mal von den ganzen Dingen da oben (^) absieht, hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen. Ich mochte den Plot, der Bezug zur Bibel war nicht zu übertrieben religiös, sondern eher simpel. Meistens können Religiöse Bezüge in Geschichten relativ schwer wirken, wie Ein Schreibtisch voller Träume gut zeigt, von daher bin ich froh, dass es nicht so üppig ausgefallen ist.

Mir gefiel wirklich sehr, dass das Buch mit einem gehörigen Cliffhanger endete. Um einmal den letzten Satz zu zitieren: Verzweifelt blickte er sich in dem kleinen engen Raum um, auf der Suche nach einem Ort, wo er sich verstecken konnte. Ich habe ja so eine Hassliebe für Cliffhanger übrig. Sie sind wirklich gut und zeigen bei mir – wenn sie gut geschrieben sind – auch ihre Wirkung. Hassen tue ich sie deshalb, weil bis zum nächsten Teil meist ein Jahr vergeht und ich gerne JETZT wissen will, wie es weiter geht. Aber ich denke, diese Situation kennen wir alle nur zu gut.

Was wirklich herausragend ist, ist das Cover. Bisher habe ich Zeichnungen oder Mangas in/um/an Büchern immer schrecklich gefunden, weil sich die Autoren immer Künstler ausgesucht haben, die allesamt noch eine Menge zu lernen hatten. Das klingt zwar ein wenig böse und direkt, aber ich bin für nichts anderes bekannt.

Das Cover hier jedoch ist wirklich toll. Wir haben eine Menge Details, farblich ist auch alles stimmig und die Künstlerin beweist definitiv ihren Skill. Ich gebe ihr noch ein paar Jahre und sie liefert wirklich mordmäßige Bilder ab. Die Künstlerin heißt Maria Zippan und ihr findet sie als zippi44 auf Instagram.

Und nun kommt das lang erwartete Interview mit Marcus Wächtler, dem Autor von 777!

THE BOOK & THE OWL: Hallo, Marcus! Ich freue mich wirklich sehr, dass du für ein Interview bereitstehst! Ich hoffe, du hattest einen angenehmen Tag!
MARCUS: Vielen Dank. Ich freue mich auch, hier zu sein. Ich hatte einen hervorragenden Tag. Wir haben endlich richtig Sommer und es ist lange warm und hell draußen. Für mich mit Abstand die beste Zeit des Jahres.

THE BOOK & THE OWL: Das freut mich wirklich sehr! Die Wärme des Sommers ist für mich auch der Kälte des Winters vor zu ziehen. So… Fangen wir einfach einmal ganz klein an. Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und wann kam bei dir der Wunsch auf Autor zu werden?

MARCUS: Das kam bei mir erst sehr sehr spät auf. Zumindest im Vergleich zu anderen Autoren. Bei vielen ist es eher so eine Art Berufung, der sie schon seit frühester Jugend nachgehen. Meinen ersten Satz als Autor habe ich am 08. Februar 2014 geschrieben. Das ist also gerade einmal viereinhalb Jahre her. Das war in einer Zeit, in der ich mich ziemlich gelangweilt hatte. Irgendwann sagte ich mir, ich könne doch mal etwas schreiben – gesagt getan. Pate stand dabei Holger Biege mit dem Lied »Sagte mal ein Dichter«. Ein Mann soll im Leben drei Dinge schaffen. Er soll einen Baum einpflanzen, ein Buch schreiben und dann sollte er zeugen einen Sohn. Bäume habe ich schon einige gepflanzt. Mittlerweile ist daraus auch mein viertes Buch geworden. An dem Sohn muss ich noch arbeiten.
THE BOOK & THE OWL: Genial. :’D Hast du ein paar Tipps für all die Jungautoren da draußen, die auch gern irgendwann einmal ihr veröffentlichtes Werk in den Händen halten wollen?
MARCUS: Kontinuität! Einfach sich jeden Tag etwas Zeit nehmen, um ein paar Zeilen zu tippen. Jeden Tag 500 Worte zu Papier bringen, ergibt in vier Monaten einen ordentlichen Roman. Ich habe es dann nach und nach gesteigert. Irgendwann war ich bei über 15.000 Worte in der Woche – zumindest während der Schreibphase.
THE BOOK & THE OWL: Wie bist du auf Maria Zippan gekommen, als es um deine Cover-Illustration ging?
MARCUS: Maria Zippan kommt auch aus Dresden – wie ich. Obwohl in Dresden über 500.000 Einwohnern leben, ist die Künstler-, Kreativ- und Alternativszene relativ überschaubar. Irgendwer kennt jemand, der jemand anderen kennt. Wenn man also etwas Bestimmtes sucht, muss man nur ein wenig herumfragen. So habe ich auch meine Lektorin gefunden, die ebenso aus Dresden stammt.

THE BOOK & THE OWL: Ich sehe, was in Dresden sucht, bleibt auch in Dresden. :‘) Hast du auch in diesem Punkt einige Tipps für Jungillustratoren, die gern ihre Werke auf Buchcover sehen möchten? Natürlich aus der Sicht des Autoren.
MARCUS: Auf keinen Fall unter Wert verkaufen. Ich kenne einige Kollegen im Selfpublishing-Bereich, die gerade einmal 100€ für ihr Cover ausgeben. Das geht meiner Meinung nach überhaupt nicht. Zudem halte ich Premades für großartig. Bei mir bekannten Künstlern gehen die weg, wie geschnitten Brot. Einfach mal 20-30 Cover vorfertigen und für den Verkauf bereitstellen. Da kann man auch gleichen sehen, welche Art von Zeichner der Künstler ist.

THE BOOK & THE OWL: Wie kamst du auf die Idee, ein apokalyptisches Buch zu verfassen? Herzen Hopsen Nicht und Das Ende der alten Welt gingen ja eher in die Richtung Romance/Fanatsy/History.
MARCUS: Zuvor hatte ich auch noch einen Thriller herausgebracht. Ich bin da noch am Experimentieren. Bis jetzt kam jeder Roman aus einem anderen Genre. Ich kann nur das schreiben, auf was ich gerade Lust habe. Bei 777 war es in dem Moment die Endzeitstimmung. Ich lasse mich dabei natürlich von dem inspirieren, was ich gerade selbst lese oder im TV sehe. Ich bin gewissermaßen nebenbei auch Serienjunkie.

THE BOOK & THE OWL: Wieso gerade die Apokalypse im Zeichen Gottes? Gab es einen bestimmten Auslöser für die Thematik oder interessiert sie dich einfach von Grund auf?
MARCUS: Das liegt ein wenig daran, dass ich gern das schreibe, was ich selbst lesen will. Diese mystisch angehauchten Geschichten stehen bei mir auch im Buchregal. Ich könnte – glaube ich – nie eine Story über einen Jungen in einer Zauberschule zu Papier bringen. Diese Reihe ist nie in meine Bibliothek gewandert.

THE BOOK & THE OWL: Weshalb spielt das Buch gerade in Dresden?
MARCUS: Weil es meiner Meinung nach wichtig ist, über Dinge zu schreiben, über die man auch tatsächlich etwas weißt. Ich könnte die Szenen auch in Rio, Tokio oder New York spielen lassen. Allerdings war ich noch nie in den Städten. Entsprechend wären das eher generische Geschichten ohne Seele. Dresden hingegen kenne ich wie meine Westentasche. Das ist mir beim Plot schon ziemlich wichtig.

THE BOOK & THE OWL: Eine durchaus plausible Sichtweise. Kommen wir zu etwas, das ich nicht ganz so plausibel fand: In meiner Rezension habe ich schon erwähnt, dass ich die Abschnittsaufteilung verwirrend fand, da es keine wirklichen Kapitel im eigentlichen Sinne gibt. Ist es nun wirklich eine Art erzählerisches Mittel, um den Leser unwohl fühlen zu lassen, oder war es eigentlich purer Zufall?

MARCUS: Ursprünglich gab es überhaupt keine Unterteilung. Da Leser – wie ich herausfinden durfte – es nicht mögen, ohne Unterteilung zu lesen, habe ich hier diese Variante gewählt. Eigentlich ist es aber noch immer eine Geschichte, die hintereinander passiert. Nur eben nicht mehr in der richtigen Reihenfolge erzählt. Wenn es dazu noch ein leichtes Unwohlsein erzeugt – umso besser – schließlich befinden wird uns ja gerade in der Apokalypse.

THE BOOK & THE OWL: Ich – und viele andere sicherlich auch – frage mich, ob 777 nun ein Stand-Alone bleiben wird oder wir in der Zukunft noch mehr in dieser Hinsicht zu erwarten haben?

MARCUS: Die Frage ist nicht leicht zu beantworten. Zum einen hängt es damit zusammen, wie erfolgreich das Buch wird. Findet es eine Menge Leser, kann man immer ein Sequel schreiben. Allerdings habe ich mit der Geschichte etwas ganz Bestimmtes vor. Es hat auch damit etwas zu tun, dass man nie den Namen des Protagonisten erfährt. Ich will hier aber nicht zu viel darüber reden.

THE BOOK & THE OWL: Wie sieht es eigentlich mit der Buchplanung generell aus? Gibt es vielleicht irgendwelche Sneak-Peaks zu bald erscheinenden oder geplanten Werken? Vielleicht der zweite Teil von Die Enden der alten Welt?

MARCUS: Ende September wird wohl der zweite Teil von Die Enden der alten Welt erscheinen. Das hast du genau richtig erkannt. Momentan liegt es bei der letzten Runde in Händen der Lektorin. Ich konnte auch wieder Maria Zippan für das Cover gewinnen. Ich bin schon gespannt, was sie diesmal zaubern wird. Die Geschichte wird sich weiter entfalten. Neben den Sorben/Slawen wird ein Teil der Handlung auch auf der Burg Meißen spielen. Zudem erfahren wir, was mit den drei anderen Kindern der Familie geschehen ist. Es hat etwas mit einer Hexe zu tun, die tief im Wald lebt. Für Weihnachten habe ich die Veröffentlichung eines Krimis geplant. Fertig geschrieben ist er schon. Es wird um eine junge Sprechstundenhilfe eines Tierarztes gehen, die sich plötzlich in einer mörderischen Verschwörung wiederfindet.

THE BOOK & THE OWL: Das sind Neuigkeiten, die ich wirklich toll finde! – Und nun die wahrscheinlich wichtigste und bewegendste Frage überhaupt – Welcher Kuchen ist dein Lieblingskuchen?

MARCUS: Obstkuchen! Vor allem jetzt im Sommer mit den ganzen frischen Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren. Ich könnte jeden Tag so einen frisch gemachten Obstkuchen verdrücken.

THE BOOK & THE OWL: Gibt es sonst noch etwas, dass du den Lesern des Blogs sagen möchtest?
MARCUS: Genießt das Leben. Wir befinden uns gerade in der tollsten Zeit überhaupt. Man kann sich einfach hinsetzen und Bücher schreiben, den höchsten Berg der Erde besteigen oder die Welt durchwandern. Nie war es einfach als jetzt, sich selbst zu verwirklichen. Wartet nicht darauf, dass es besser wird.

THE BOOK & THE OWL: Das sind wirklich schöne Worte! Marcus, ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast, um mir meine Fragen zu beantworten. Ich entlasse dich wieder an deine Schreibmaschine und wünsche dir viel Erfolg mit deinen weiteren Büchern. (Insbesondere auf den zweiten Teil von Die Enden der alten Welt warte ich seit geraumer Zeit, also Beeilung! ;3 )
MARCUS: Vielen Dank, es war mir eine Freude, bei dir sein zu dürfen. Sobald der zweite Teil aus der Druckerei kommt, werde ich dir unmittelbar ein Exemplar zukommen lassen. Versprochen ^_^
Ich: *quiek*

 

Das war Marcus Wächtler, Ladies and Gentlemen! Sein Buch 777 – Die Endzeit im Zeichen Gottes ist nun über seinen Verlag Edition Elbflorenz und auch auf Amazon erhältlich. Die Taschenbuchausgabe bekommt ihr bereits für 11,80€, das eBook für 3,49€ und ‚Kindle Unlimited‘-Leser lesen kostenlos. 

Bevor ihr euch aber ein Exemplar sichert, dürft ihr erst noch einmal euer Glück bei dem nun folgenden Gewinnspiel versuchen!

Denn ich darf zusammen mit Marcus Wächtler ein Printexemplar von 777 – Die Endzeit im Zeichen Gottes verlosen! Ein glücklicher Gewinner bzw. eine glückliche Gewinnerin darf sich also auf eine Buchbox von mir freuen, die gefüllt ist mit tollen Dingen inklusive Goodies und als Krönung des Ganzen: Mit dem neuen Buch von Marcus Wächtler!

 

Beantwortet folgende Gewinnspielfrage bis zum 31. Juli 2018

Aus welcher Stadt kommt Marcus Wächtler?

 

Die Teilnahmebedingungen lauten wie folgt:

  • Ihr müsst über 18 Jahre alt sein oder die Erlaubnis eurer Erziehungsberechtigten haben, um mir eure Adresse mitzuteilen.
  • Ihr müsst Follower meines Blogs sein, denn dieses Gewinnspiel richtet sich nur an meine Leser!
  • Ihr müsst die Gewinnspielfrage beantworten.

Rechtliche Hinweise:

  • Nachdem ich eure Adresse erhalten habe, verschicke ich das Paket so schnell wie möglich und lösche die eMail mit eurer Adresse unwiderruflich.
  • Dieses Gewinnspiel steht in keinem Zusammenhang mit WordPress.
  • Der Gewinn kann nicht bar ausgezahlt werden.
  • Es kann kein eBook verlangt werden.

 

Der Gewinner wird am 1. August 2018 hier auf meinem Blog bekanntgegeben.
Teilt mir daher mit, wie ich euch im Gewinnfall am besten erreichen kann. (Social Media zB.)
Bitte gebt KEINE eMails in den Kommentaren an! Diese werden automatisch von mir gelöscht.

Ich wünsche euch noch einen schönen Tag und hoffe, dass es bei euch genauso sonnig ist, wie bei mir.
In diesem Sinne: Eat, read, sleep & repeat.

MerkenMerken

MerkenMerken

12

3 thoughts on “Rezension, Interview & Verlosung: 777 von Marcus Wächtler

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.